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Radreise Vilnius - Riga: 7 Tage [ ME ]

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Unberührte Natur, einsame Landstriche mit nur wenig Autoverkehr und Radeln meist im Flachen - all dies macht die baltischen Länder zu einem Paradies für Radfahrer. Unsere Route führt durch die interessantesten Gebiete des Baltikums, daher haben wir auf die oft doch etwas eintönigen Weiten Estlands verzichtet. Zwischen dem barocken Vilnius, dem “Rom des Ostens”, und Riga, der heimlichen Hauptstadt der baltischen Staaten, entdecken wir das Herz und die Seele des Baltikums. Die einzelnen Länder verfügen über sehr unterschiedliche Sprachen und Kulturen, sodass sich Litauer, Letten und Esten in der Regel die russische oder englische Sprache zur Verständigung nutzen. Auch die Geschichte Litauens und Lettlands hat, abgesehen von der deutschen und dann sowjetischen Besatzung zwischen 1941 und 1991, nur wenige Parallelen. Während Litauen über Jahrhunderte hinweg enge Beziehungen zu Polen pflegte - auch heute noch findet man in Vilnius eine bedeutende polnische Minderheit -, erkennt man in Lettland eher den deutschen, russischen und schwedischen Einfluss. Diese Unterschiede spiegeln sich ebenfalls in der Landschaft wieder. Das Gelände zwischen Vilnius und dem Memeldelta erinnert mit seinen sanften Hügeln und Baumalleen an den Nordosten Polens, während Lettland bereits skandinavisch anmutet. Die Kurische Nehrung hingegen ist mit ihren gewaltigen Sanddünen ein einzigartiger europäischer Landstrich.

 

Die baltischen Staaten sind für die meisten Westeuropäer noch Neuland, doch sind die Ursprünglichkeit der Natur und ihr geschichtlicher Reichtum allemal eine Reise wert. Auf unserer Route erkunden wir Vilnius mit seinen Schätzen aus Barock und Renaissance, um dann von der Burg Trakai über Kaunas und das Kurische Haff auf der Nehrung bis nach Klaipeda (Memel) zu gelangen. Dabei entdecken wir einsame Wälder, Fluss- und Küstenlandschaften, vor allem aber einen sehr offenen und angenehmen Menschenschlag. Auf den Spuren der Deutschen Ordensritter führt uns der Weg weiter die Küste hinauf in Richtung Kurland, einst Hochburg des deutsch-baltischen Adels, bis nach Riga. Diese Stadt ist sowohl eine architektonische Perle - Gotik, Renaissance und Jugendstil sind hier auf kleinstem Raum konzentriert – als auch eine junge, dynamische und weltoffene Metropole. Fast ein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Letten sich erst vor 14 Jahren von der sowjetischen Herrschaft befreien konnten.

 

Das Klima

Während der Radsaison liegen die Tageshöchsttemperaturen statistisch gesehen zwischen 20 und 25°C. Längere Schlechtwetterperioden sind selten, allerdings kann es im Hochsommer gelegentlich zu kurzen, intensiven Gewittergüssen kommen.

 

Die Küche

Die litauische und lettische Küche ist herzhaft und bodenständig, so das litauische Nationalgericht Cepelinai (zeppelinförmige Kartoffelklöße mit Speckfüllung). Sie werden Gelegenheit haben, verschiedene Fleisch- und Fischspezialitäten zu kosten, häufig garniert mit Kartoffeln, Pilzen, Roter Bete oder saurer Sahne. Borschtsch und andere Suppen sind wie im benachbarten Polen allgegenwärtig, nicht selten mit Dill gewürzt und ausgezeichnet.