
Andalusien ist eine Region, die seit jeher eine Brücke zwischen den Kulturen Europas, Nordafrikas und dem Orient spannt. Die Geschichte dieser südlichsten Ecke Spaniens ist von Umbrüchen und Neuanfängen gezeichnet wie kaum eine andere Gegend Europas. Die Hinterlassenschaft der Mauren ist allgegenwärtig – in den Pueblos Blancos (Weißen Dörfern) und den Städten Sevilla und Córdoba ebenso wie in der Struktur der Landschaft. Die großen Latifundien, die im Zuge der Reconquista gegründet wurden, bestehen fast unverändert bis zum heutigen Tag und beeinflussen entscheidend das soziale, politische und zum Teil weiterhin streng religiöse Leben. Auf der Radreise durch Andalusien werden Sie Gelegenheit haben, all diese Aspekte kennen zu lernen. Abgesehen von dem ungewöhnlichen Kulturreichtum der Region ist die sehr abwechslungsreiche und für Mitteleuropäer exotische Landschaft die Kernattraktion dieser Reise. Sie werden Gelegenheit haben, die Sierra Rondonia mit ihren schroffen Felsen und wilden Flussläufen sowie die Sierra Morena mit ausgedehnten Korkeichenwäldern, Olivenhainen und Stierzucht zu entdecken. Die landwirtschaftlich geprägte Guadalquivir-Ebene mit Sonnenblumen-, Baumwoll-, Reisfeldern, Orangenplantagen und Olivenhainen bietet einen starken Kontrast zu den Hügellandschaften. Aufgrund topographischer Gegebenheiten sind einige ein- bis zweistündige Bus- oder Bahntransfers unvermeidbar; allerdings finden diese ausschließlich zu Beginn oder am Ende der Tagesetappe statt.