Berlin - Usedom

Berlin - Usedom in 7 Tagen [ B ]

Alleen, verwunschene Herrenhäuser, Schlösser und kleine Gutsdörfer. Wälder, Wiesen und Wasser von der Spree bis an die Ostsee. Eine hinreißende Radreise durch Landschaften der Stille, voller Geschichte und Kultur, überreich an Naturschönheiten. Reizvolle Begegnungen mit dem Genius Loci Fontanes, Barlachs und Fritz Reuters.

Route

Eine Rotalisroute ohne nennenswerte Steigungen auf verkehrsfreien Nebenstrecken. Nur selten Feldwege, die allerdings gut zu radeln sind. Insgesamt eine leichte Rotalisreise (293km).

Hotel Information

Gute bis sehr gute Hotellerie mit bester landes­typischer Küche. Eine Doppelübernachtung.

Anreiseinformationen

Flug: Der geeignetste Zielflughafen ist Berlin-Schönefeld. Beachten Sie ggf. auch Billigflug-Angebote, speziell bei Germanwings. Vom Flughafen Berlin Schönefeld sind Sie mit laufend verkehrenden S-Bahnen in 15 Min., vom Flughafen Berlin Tegel und Berlin Tempelhof in 45 Minuten in unserem Berliner Starthotel im südöstlichen Stadtteil Berlin Treptow-Köpenick. Bei der Rückreise ab Usedom sind es gut drei Stunden Bahnfahrt zurück nach Berlin.

 

Bahn: Ab München, Stuttgart und Karlsruhe erreichen Sie Berlin in 6 bis 7 Std., ab Frankfurt, Köln und Düsseldorf in 4 bis 5 Std. und ab Hamburg oder Hannover in 1,5 Std. Bei der Rückreise ab Usedom verlängert sich die Fahrzeit um ca. 3 Std.

 

PKW: Durchgehende Autobahn bis Berlin, ab München 586 km, Stuttgart 635 km, ab Trier 718 km. Die Wagenunterstellung ist während der Radreise kostenfrei beim Starthotel möglich.

 

Für welche Art der Hin- und Rückreise Sie sich auch entscheiden, in den „Rotalis-Reiseinformationen“, die Sie mit der Teilnahmebestätigung erhalten, finden Sie nützliche Hinweise für eine problemlose An- und Rückreise.

Im Berliner Südosten erwartet Sie das „NH Hotel Berlin Treptow“, ein nüchterner Zweckbau, der aber kürzlich renoviert wurde und mit allem Komfort ausgestattet ist. Das Hotel liegt direkt am Spreeufer unweit des S-Bahnhofs. Von hier sind Sie in 30 Min. im Stadtzentrum. Das geschichtsträchtige Berlin-Köpenick ist mit der Straßenbahn in nur 10 Min. zu erreichen. Die Übernachtung von Samstag auf Sonntag (mit Frühstück) ist bereits im Reisepreis enthalten. Berlin, aber auch das Umland könnten Anreiz sein, der Radreise noch ein bis zwei Tage vor- oder nachzuschalten. Rotalis-Gästen räumt das Starthotel ermäßigte Preise ein (siehe  „Rotalis-Reiseinformationen“, die der Teilnahmebestätigung beigefügt sind).

 

1. Tag | Sonntag | Berlin - Neuruppin | 48 km

Nach Übergabe und Anpassung der Räder beginnt unsere Reise mit einer Stadtbesichtigung Berlins per Rad im Südosten der Stadt. Auf verkehrsfreien Radwegen, teilweise über den kulturhistorisch interessanten Mauerradweg, erreichen wir das historische Zentrum Berlins. Reichstag, Gendarmenmarkt, Potsdamer Platz und vieles mehr werden wir auf unserer Tour sehen. Größtenteils auf Radwegen durch eine Großstadt zu radeln ist sicherlich einmalig in Europa. Wir verlassen die Stadt nördlich durch eine typische Berliner „Laubenpieper-Kolonie” und eine Wechsellandschaft zwischen Wasser, Forsten, Siedlungsinseln und Heide. Über Hennigsdorf sind wir bald in der Mark Brandenburg. Ein kurzes Zwischenstück überbrücken wir mit der Prignitzbahn und radeln dann über Alleen und kleine Dörfer in die Fontanestadt Neuruppin. Auf einer Rundfahrt sehen wir hier das bedeutendste Beispiel preußischen Provinzialstädtebaus, bevor uns im Herzen der Stadt eine immer gut aufgelegte Patronin im gepflegten Hotel „Up Hus Idyll” empfängt.

2. Tag | Montag | Neuruppin - Neustrelitz | 62 km

Fast zwanzig kleinere und größere Seen säumen unsere Route in der Ruppiner Schweiz und der Rheinsberger Seenplatte, in der wir für eine Stunde vom Rad auf Schiffsplanken wechseln. Im Übrigen bieten ausgedehnte Laub- und Kiefernwälder heute viel Schatten. In der ehemaligen Residenzstadt Rheinsberg hat der Alte Fritz in jungen Jahren die schönste Zeit seines Lebens verbracht und ein bemerkenswertes Schloss- und Parkensemble entstehen lassen (montags keine Innenbesichtigung). Im Neustrelitzer Schlosspark, einer der schönsten Gartenanlagen Mecklenburgs, verbinden sich barockes Kunstempfinden und englische Gartenarchitektur. Unweit nimmt uns der “Schlossgarten” mit seinem schönen Biedermeierinterieur auf. Ein Hotel, in dem die herzliche Betreuung des Gastes ein besonderes Anliegen ist.

3. Tag | Dienstag | Neustrelitz - Groß Plasten | 51 km

Nach der Umrundung des Zierker Sees radeln wir ein in den Müritz-Nationalpark. Früher abgeschirmtes “DDR”-Staatsjagdrevier, ist er heute ein Dorado für Wanderer und Radler. Die Wegstrecke führt durch die Heimat von über 200 Vogelarten und hunderten von Farn- und Blütenpflanzen. Mit etwas Glück sehen wir Kraniche sowie Fisch- und Seeadler. Über Deutschlands größten Binnensee, die Müritz, folgt eine eineinhalbstündige Schiffspartie bis nach Waren, Hauptort der Mecklenburgischen Seenplatte, mit seinen malerischen Bürgerhäusern. Nach etwa 90 Radelminuten durch eine sanfte Hügellandschaft erwartet uns das prächtig ausgestattete “Schlosshotel Groß Plasten” - eine Bleibe mit viel Ambiente (Schwimmbad).

4. Tag | Mittwoch | Groß Plasten - Stolpe | 35 km

Mit dem Bus sind wir bald in Altentreptow und sehen dort in einer stattlichen Hallenkirche einen farbenreich bemalten Schnitzaltar. Die Radelstrecke führt dann in die landwirtschaftlich genutzten Weiten Vorpommerns. Einsam und fern jeder Siedlung liegen hier in einem Flusstal die eindrucksvollen Ruinen der Veste Landskron, die Ulrich von Schwerin im 16. Jahrhundert erbauen ließ. Im nahen Spantekow hatte er seinen Stammsitz. Auch hier lassen gewaltige Reste einer Geschützfestung deren historische Bedeutung erahnen. Am Tagesziel empfängt man uns herzlich im “Gutshaus Stolpe”, einem mit erlesenem Geschmack eingerichteten ehemaligen Landsitz in großer Parkanlage an der Peene (Relais & Châteaux). Auch gastronomisch ein Glanzpunkt der Reise und eine Überlegung wert, in diesem über die neuen Bundesländer hinaus gelobten Hotel noch einige Urlaubstage zu verbringen. Zu einem landestypischen Abendessen treffen wir uns im zwei Gehminuten entfernten, 350 Jahre alten "Fährkrug" (unter gleicher Führung). Hier war Fritz Reuter über viele Jahre hinweg Stammgast.

5. Tag | Donnerstag | Stolpe - Ahlbeck | 48 km

Wenn es die Witterung zulässt, tauschen wir am Morgen unsere Räder gegen Kanus und paddeln mit einem lokalen Führer die gemächlich fließende Peene flussabwärts. Fern der Zivilisation sehen wir ehemalige Torfstiche, alte Flussarme, Auenwälder und große Schilfgebiete. Vor der alten Hansestadt Anklam bilden sie das Landschafts- und Naturschutzgebiet "Unteres Peenetal". Mit etwas Glück können wir Seeadler, Eisvogel, Biber und Fischotter beobachten. Paddelerfahrung ist im Übrigen für diese gemütliche Bootsfahrt nicht erforderlich. Nach unserer Kanutour bringt uns ein Bus in kurzer Fahrt auf die Insel Usedom. Meist der Uferlinie des Stettiner Haffs folgend, radeln wir durch den reizvollen Südteil der Insel zur Ostseeküste. Direkt an der Strandpromenade gelegen, empfängt uns das Romantikhotel „Ahlbecker Hof“. Hinter der klassischen Fassade im Stil der Bäderarchitektur verbirgt sich eine gelungene Symbiose von nostalgischer Gemütlichkeit und luxuriösem Komfort. Der große Wellness- und Schwimmbereich lädt zum Entspannen ein. Doppelübernachtung. Ein idealer Ort, um einige zusätzliche Urlaubstage direkt an der Ostsee zu verbringen.

6. Tag | Freitag | Rundfahrt Ahlbeck - Swinemünde - Ahlbeck | 35 km

Am Morgen radeln wir entlang den einstigen "Kaiserbädern" Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Die zahlreich gut erhaltenen und sensibel restaurierten Villen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum 1. Weltkrieg entstanden sind, umgibt noch immer ein besonderes Flair. Ob in architektonischer Anlehnung an die französische Renaissance, Klassizismus oder italienische Vorbilder, die Sommerresidenzen übertreffen sich in Gestaltung und Glanz. Per Schiff erreichen wir in knapp zwei Stunden das polnische Seebad Swinemünde, das älteste der Ostseebäder. 1824 wurde hier erstmals der Badebetrieb eröffnet und um 1900 wurde der Ort dank seiner Moor- und Heilwasservorkommen zum Kur- und Heilbad. Wenn es unsere Zeit zulässt, besichtigen wir auf dem Rückweg die "Engelsburg", eine der drei Festungsanlagen der Stadt, benannt nach dem gleichnamigen Mausoleum des römischen Kaisers Hadrian. Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Bauwerk besitzt auf drei Etagen 24 Kanonenschießscharten. Nach nur zwei Kilometern sind wir per Rad zurück im "Ahlbecker Hof", übrigens ein idealer Ort, um einige zusätzliche Urlaubstage direkt an der Ostsee zu verbringen. Zum Abschlussabend der Reise erwartet uns ein exklusives Gourmet-Diner.

7. Tag | Samstag | Ahlbeck - Wolgast | 14 km

Nach dem Frühstück bringt uns ein Kleinbus in einstündiger Fahrt nach "Peenemünde". In der Wiege der modernen Raketentechnik werden Zeugnisse aus jener Zeit im Historisch-Technischen Informationszentrum anschaulich dargestellt (Besichtigung). Unsere Radelei klingt aus mit einer kurzen Fahrt entlang dem Ufer des Peenestroms. Am frühen Nachmittag endet unsere Reise am Wolgaster Bahnhof. Von dort haben Sie stündliche Zugverbindungen nach Berlin (Fahrzeit ca. zweieinhalb Stunden) und Hamburg (ca. fünf Stunden).