Loireschlösser

Loireschlösser in 7 Tagen [ T ]

Bereits seit 33 Jahren radeln Gäste mit Rotalis durch das Loire-Tal, mancher zum wiederholten Male. Diese siebentägige Reise wird von der Schönheit eines der letzten europäischen Wildflüsse und seinen idyllischen Zuflüssen und Seenlandschaften bestimmt. Den großen historischen Rahmen bilden berühmte Königsschlösser und mittelalterliche Städte.

Route

Eine Radreise über verkehrsarme Nebenstraßen, nur vereinzelt Feldwege, die gut zu radeln sind. Vier leichte und drei etwas anforderungsreichere Etappen machen die Loiretour zu einer insgesamt einfachen Rad­reise (259km).

Hotel Information

Gute bis sehr Hotellerie, mit landestypischer Gastronomie auf hohem Niveau. Eine Doppelübernachtung.

 

Anreiseinformationen

Rotalis-Arrangement inkl. Flug/Bahn/Bustransfer:

Am Samstag mit Lufthansa nach Paris CDG und zurück. Bereits ab Flughafen sind Sie mit direkt verkehrenden TGV-Zügen - ohne lästiges Umsteigen in Paris - in zweieinhalb Stunden in Angers (Paris CDG-TGV ab: 10.27 Uhr, 13.16 Uhr und 20.34 Uhr, Stand: Nov. 09). Von Orléans bringt Sie ein von Rotalis organisierter Shuttlebus zurück zum Pariser Flughafen.

 

Flug: Wenn Sie Ihren Flug selbst buchen, beachten Sie ggf. auch Billigflug-Angebote.

 

Bahn: Der Startort Angers ist von allen deutschen Städten über Paris in gut einer Tagesreise erreichbar, ab Paris mit TGV-Zügen in 90 Minuten.

 

PKW: Mit dem eigenen Wagen haben Sie durchgehende Autobahnverbindungen, wobei wir die Wagenunterstellung in Orléans empfehlen, dem Endpunkt der Reise. Von dort sind Sie in ca. 2,5 Stunden mit dem Zug in Angers. Näheres hierzu finden Sie in den „Rotalis-Reiseinformationen“, die Sie mit der Teilnahmebestätigung erhalten.

 

Für welche Art der Hin- und Rückreise Sie sich auch entscheiden, in den „Rotalis-Reiseinformationen“ finden Sie viele nützliche Hinweise.

 

In Angers steht Ihnen ab 14 Uhr Ihr Zimmer im „Hôtel du Progrès“ unweit des Bahnhofs zur Verfügung. Die Übernachtung von Samstag auf Sonntag (mit Frühstück) ist bereits im Reisepreis enthalten.

1. Tag | Sonntag | Angers - Saumur | 37 km

Am Morgen beginnt unsere Reise mit einem kurzen Spaziergang zum Schloss von Angers, in dessen mittelalterlichem Wehrbau wir den weltberühmten Teppichzyklus der „Apokalypse des Johannes“ sehen. Nach der Besichtigung überbrücken wir die ersten radlerisch wenig reizvollen 15 Kilometer mit dem Taxi und passen erst außerhalb der Stadt die Räder an. Es folgt eine schöne Radelei auf ruhigen Wegen im Flachen durch malerische Dörfer, immer in unmittelbarer Nähe der Loire. Am Nachmittag sind wir bald in Cunault mit einer für diesen Ort erstaunlich großen romanischen Kirche. Eine knappe Stunde weiter liegt Saumur, berühmt wegen seines „edlen Geblüts“. Mit etwas Glück sehen wir Offiziere und Pferde der Kavallerieschule bei der Arbeit. Die ehemaligen „Tuffeau“, Steinbrüche der Stadt, in denen heute Weinkeller, Wohnungen und Restaurants untergebracht sind oder Champignonzucht betrieben wird, sind ständige Wegbegleiter auf den letzten Radkilometern des Tages. An unserem Etappenziel, mitten in der malerischen Altstadt gelegen, empfängt uns das mit allem Komfort aus­gestattete „Hotel St. Pierre“. Zum Dîner begeben wir uns in eines der besten Restaurants der Stadt.

2. Tag | Montag | Saumur - Beaumont-en-Véron | 42 km

Nach dem Frühstück spazieren wir durch die Altstadt zum Schloss von Saumur. Nach einem teilweisen Einsturz der Wehrmauern wird die Festung bis voraussichtlich 2012 renoviert, sodass eine Besichtigung nur von außen möglich ist. Nachdem wir auf der Anhöhe unsere Räder übernommen haben, führt unser Weg zur Abbaye de Fontevraud mit ihrer bedeutenden Abteikirche. Sie beherbergt die königliche Grablege der Plantagenêts (bemalte Liegefiguren im herrschaftlichen Ornat), unter ihnen Richard Löwenherz. Bemerkenswert ist auch die romanische „Tour d‘Evraud“, ein Küchengebäude, in dem sich kunstvolle Architektur und Zweckgebundenheit meisterhaft vereinen. Am Nachmittag erreichen wir Chinon, die Vaterstadt von Rabelais. Diese im Mittelalter bedeutende Stadt hat im Kern ihren Charakter vollends bewahrt. Die Burganlage, im Jahr 1429 Ort der denkwürdigen Begegnung zwischen Jeanne d‘Arc und Karl VII, ist für die Geschichte des Landes von großer Bedeutung. Nur wenige Radkilometer von Chinon entfernt empfängt uns das aus einem kleinen Landsitz hervorgegangene Hotel „La Giraudière“ inmitten der Weingärten des bekannten Roten von Chinon.

3. Tag | Dienstag | Beaumont - Azay-le-Rideau | 46 km

Am Vormittag erreichen wir auf einsamen Feld- und Waldsträßchen das breite Stromtal von Loire und Indre und radeln zum „Dornröschenschloss“ von Ussé (Besichtigung). Wie im Märchen erhebt es sich vor dem dunklen Hintergrund ansteigenden Waldes, ein weißer Bau, mit zahllosen Türmen und Türmchen bestückt. Auf verkehrsarmen Uferwegen entlang der Loire sind wir bald in Langeais. Bevor wir das alte Wehrschloss besichtigen, in dem sich Anne de Bretagne mit Charles VIII vermählt hat, ist es ein Muss, in der berühmten Confiserie von Langeais Schokolade zu kosten. Nach einer Stunde erreichen wir Azay le Rideau. Ein Tag der Schlösser endet mit einer Führung durch das Wasserschloss, ein Glanzpunkt  unter den königlichen Bauten im Loiretal. Erwartet werden wir im unweit gelegenen Hotel „Le Grand Monarque“, das den Charme eines stilvollen Landhauses der Touraine ausstrahlt. Im Sommer bietet sich am späteren Abend die Gelegenheit zum Besuch einer „Son et Lumière“-Aufführung beim Schloss.

4. Tag | Mittwoch | Azay-le-Rideau - Chenonceaux | 26 km

Am Morgen führt die Radstrecke nach kurzem Anstieg auf den Talrand der Loire und durch weite Obstplantagen nach Villandry. Wir besichtigen die berühmten Gartenanlagen des Chateaus, die erst Ende des 19. Jh. nach den ursprünglichen Anlagen aus der Renaissance rekonstruiert wurden. Verkehrsarme Radwege führen uns bis in das Zentrum von Tours, dem vitalen Herzen der Touraine. Wir schlendern durch die historische Altstadt über die Place Plumereau, an Sommerabenden eine einzige Restaurantterrasse samt Freiluft-Zirkus mit Gauklern und Musikanten, umgeben von gepflegten, schön restaurierten Fachwerkhäusern. Ein Meisterwerk aus vier Jahrhunderten sakra­ler Baukunst ist die Kathedrale Saint-Gatien, berühmt für ihre Glasfenster aus dem 13. Jh., die die Geschichte des heiligen Martin von der Mantelteilung über seine Bischofszeit bis zum Tod erzählen. Mit dem Nahverkehrszug überbrücken wir den verkehrsreichen Einzugsbereich von Tour und erreichen am Spätnachmittag unser Hotel in Chenonceaux, „Le Bon Laboureur“, ein „Relais de Silence“ mit bester Küche, die seit Generationen über einen Stern im Guide Michelin verfügt.

5. Tag | Donnerstag | Chenonceaux - St. Dye sur Loire | 52 km

Nach dem Frühstück spazieren wir durch die bezaubernde Schlossanlage von Chenon­ceaux, die zum Teil den Fluss Cher überbrückt. Wir besichtigen diesen Mythos unter den Schlössern der Loire mit seiner Gartenanlage, dessen Geschick entscheidend vom weiblichen Geschlecht bestimmt war, was ihm den Beinamen „Schloss der sechs Frauen“ einbrachte. In Zeiten der Aufklärung erweckten Philosophen das Schloss zu neuem Leben, so Voltaire, Montesquieu und Rousseau, der schrieb: „An diesem schönen Ort wurde auf das Angenehmste gelebt, man speiste vorzüglich, und ich wurde fett wie ein Mönch“. Die ersten etwas beschwerlichen Kilometer überbrücken wir mit Hilfe eines kurzen Transfers. Oberhalb von Montrichard, einem an den Ufern des Cher gelegenen und von einem der größten Wehrtürme des Landes überragten Städtchen, übernehmen wir wieder unsere Räder. Eine herrliche Strecke durch Wald und Flur führt uns nach Blois, dem „Versailles der Renaissance“, das wir ausführlich besichtigen. Im Mittelalter war es Schauplatz blutiger Ränke mit weit reichenden politischen Folgen. Nach fast 20 km direkt am Ufer der Loire erreichen wir das herrlich gelegene Hotel „Manoir Bel Air“, bekannt für seine besonders gute Küche. Zwei Übernachtungen.

6. Tag | Freitag | Rundfahrt Sologne - | 48 km

Am Vormittag durchqueren wir den Nordteil der vielfältigen Landschaft der Sologne. Unser einsamer Weg führt über abgeschiedene Heide, einsame Moore, Seen und immer wieder durch Laub- und Pinienwälder, die einen Irrgarten von über 3000 Teichen verstecken. Ein bevorzugtes Nistgebiet für Enten, Reiher und Schnepfen. Die noch unberührte Natur wird hin und wieder durch malerische Dörfer mit Fachwerk- oder roten Backsteinhäusern aufgelockert. Hier finden bis heute elegante Jagden der feinen Gesellschaft statt. Eine Tradition, die auf das Second Empire (1852-1870) zurückgeht, als zu diesem Zweck 340 Jagdschlösschen errichtet wurden. Nachmittags führt die Route über Chambord, die Krönung unter den Loire-Schlössern. Folgt man dem Urteil Karls V, so offenbart sich in ihm der Inbegriff dessen, was menschliche Kunst hervorzubringen vermag. Eindrucksvoll ist bereits die Anfahrt über die Alleen eines weitläufigen Jagdschutzparks, bis unvermittelt am Ende einer Schneise die großartige Architektur des Bauwerkes in den Blick kommt. Die ausgezeichnete Küche des „Manoir Bel Air“ verspricht einen gelungenen kulinarischen Ausklang der Reise.

7. Tag | Samstag | St. Dyé-sur-Loire - Orléans | 8 km

Am Morgen radeln wir nur 8 km durch die Flußauen der Loire bis zum Bahnhof des malerischen Dorfes Mer. Sollten Sie am letzten Tag zum Radeln keine Lust mehr haben oder schlechte Witterung davon abraten, überbrücken wir die kurze Wegstrecke mit Hilfe eines Zwischentransfers. Mit dem Nahverkehrszug sind wir in einer halben Stunde in Orléans. Hier begann der Siegeszug Jeanne d’Arcs über die Engländer, als sie am 8. Mai 1429 die Belagerung der Stadt ruhmreich beenden konnte. Dieses Datum der französischen Geschichte ist gleichbedeutend für das Erwachen des fran­zö­­sischen Nationalgefühls. Auf einem Stadt­rund­gang durch die Altstadtgassen besichtigen wir die mächtige Kathedrale Ste Croix, die Maison de Jeanne d’Arc und die Place de Martoi mit dem berühmten Denkmal der Jungfrau von Orléans. Unsere Reise endet gegen Mittag am Bahnhof von Orléans. Hinter Ihnen liegt eine Reise, die Sie zu den herrlichsten Baudenkmälern, entstanden in der kulturellen Hochblüte des Landes, und in eine Landschaft voller Heiterkeit geführt hat. Von hier sind Sie mit dem Zug bei einmaligem Umsteigen in zwei Stunden am Pariser Flughafen Roissy CDG und erreichen noch alle Flüge nach Deutschland. Gäste, die das Rotalis-Arrangement gebucht haben, fahren bequem mit dem Shuttlebus direkt zum Flughafen Paris CDG. Sollten Sie ohne Rotalis­arrangement gebucht haben, aber gerne den Rotalis-Shuttlebus zum Pariser Flughafen benutzen wollen, ist dies gegen eine Beförderungsgebühr von 45 e möglich. Auch per Zug gelangen Sie noch gleichentags bis Stuttgart, Frankfurt/M., ins Rheinland und bis Hannover.